© Leha
© Leha

Stores – Formen und Herstellung

Ein Store ist eine halbtransparente, meist weiße Gardine oder Jalousie. Das Wort leitet sich aus dem lateinischen storea/storia (Decke, Binsenmatte) ab. Stores können meist auf- und zugezogen werden. Stores haben vor allem dekorativen Charakter. Die dünnen und meist hellen Stoffe bieten nur einen geringen Sichtschutz. Um zusätzliche Privatsphäre und Verdunklung zu erreichen, werden Stores oft mit Dekoschals kombiniert.

Bekannte Storeformen sind:

  • Der Langstore ist bodenlang, kann ganz zugezogen werden und das Fenster somit komplett verdecken.
  • Beim Bogenstore (auch C-Bogenstore oder Rundbogenstore genannt) bezeichnet die Unterkante der Gardine einen leichten Bogen, wodurch das Fenster nicht ganz verdeckt wird.
  • Der Kuvertstore besteht aus zwei sich diagonal überschneidenden Stores (meist in Dreieckform). Manchmal hängt davor zusätzlich ein mittig platzierter Store. Insgesamt wird das Fenster nicht ganz verdeckt.
  • Einen vor allem dekorativen Charakter hat der Kurzstore, der nur einen kleinen Streifen des Fensters verdeckt.
  • Spitzen- und Stickereistores kommen bei allen Ausführungen vor. Die Begriffe bezeichnen lediglich Verzierungen mit Spitze (meist an der Unterkante) oder Stickmustern.
  • Bei einem Raffstore ist der untere Teil der Gardine gerafft, während der obere Teil normal in senkrechten Falten fällt.
  • Für einen Wolkenstore wird der Stoff durchgehend gerafft. Diese Stores bestehen meist aus Tüll oder Voile.
  • Von den klassischen Stoffstores unterscheidet sich der Fadenstore dadurch, dass er nicht aus Stoff besteht, sondern aus herunterhängenden Fäden, die nicht miteinander verbunden sind. Dadurch lässt sich der Store an jeder Stelle öffnen.

Typische Materialien sind Voile, Marquisette, Organza, Ausbrenner, Tüll und Batist. Am oberen Ende werden Stores mit Schlaufen oder Ösen aufgehängt, wodurch Falten entstehen. Damit die Falten schön und gleichmäßig fallen, werden in vielen Stores Bleibänder oder -stäbchen verarbeitet. Diese beschweren die Unterkante der Gardine und halten den Stoff in der gewünschten Form. Das Faltenbild kann außerdem mit Hilfe von Stecknadeln verbessert werden.